Wer einen Handwerker, einen Notdienst oder einen Dienstleister in der Nähe sucht, entscheidet oft, ohne eine einzige Website zu öffnen. Er sieht drei Einträge in der Karte, vergleicht Bewertungen und Öffnungszeiten und ruft an.
Deshalb ist das Google Business Profil für lokale Betriebe häufig der stärkste Kanal. Und gleichzeitig der, der am seltensten gepflegt wird. Was daran wirklich zählt, in der Reihenfolge, in der wir es angehen.
Kategorien: der häufigste Fehler
Die Hauptkategorie entscheidet mit darüber, für welche Suchen Sie überhaupt in Frage kommen. Sie ist keine Selbstbeschreibung, sondern eine Zuordnung, und sie ist oft falsch gesetzt.
Ein Betrieb, der überwiegend Heizungen wartet, aber als „Klempner“ geführt wird, konkurriert in der falschen Liste. Die Nebenkategorien ergänzen das Bild, ersetzen die Hauptkategorie aber nicht. Wir prüfen bei jeder Übernahme zuerst, welche Kategorien die drei sichtbarsten Wettbewerber nutzen, und vergleichen mit dem, was der Betrieb tatsächlich macht.
Angaben, die Anrufe kosten, wenn sie fehlen
Unspektakulär und trotzdem der Punkt, an dem am meisten liegen bleibt:
- Öffnungszeiten, auch an Feiertagen. Wer an Karfreitag geöffnet hat und es nicht hinterlegt, verliert die Anfrage an den, der es getan hat. Google zeigt fehlende Feiertagszeiten sogar als Hinweis an.
- Telefonnummer, die direkt zu jemandem führt. Eine Nummer, an der niemand abnimmt, ist schlechter als keine Nummer.
- Leistungen einzeln benennen. Nicht „Sanitär“, sondern die Arbeiten, die Kunden suchen.
- Einzugsgebiet. Wer zum Kunden fährt, hinterlegt die Regionen und blendet die Adresse aus. Das ist der richtige Weg für Handwerk und Beratung ohne Ladengeschäft.
Bewertungen, ohne gegen Regeln zu verstoßen
Bewertungen sind der stärkste Hebel im lokalen Ranking und derjenige, bei dem am meisten Unsinn erzählt wird.
Fragen ist erlaubt und wirkt: nach abgeschlossenem Auftrag, persönlich, mit einem direkten Link. Was nicht erlaubt ist: Bewertungen kaufen, sie gegen Rabatte tauschen oder nur zufriedene Kunden selektiv fragen. Google erkennt Muster, und im Ernstfall steht das ganze Profil auf dem Spiel.
Auf schlechte Bewertungen gehört eine sachliche Antwort ohne Rechtfertigung, danach die Klärung möglichst direkt mit dem Kunden. Die Antwort schreiben Sie ohnehin nicht für den Verfasser, sondern für alle, die sie später lesen.
Fotos und Beiträge
Echte Fotos vom Team, von Fahrzeugen und von fertigen Arbeiten wirken. Bilderdatenbank-Motive fallen auf und kosten Vertrauen.
Beiträge im Profil sind kein Ranking-Wunder, aber ein Aktivitätssignal und im richtigen Moment ein Verkaufsargument: Notdienst über die Feiertage, freie Termine in der kommenden Woche, eine abgeschlossene Referenz.
Was das Profil mit Ihrer Website zu tun hat
Beides gehört zusammen. Google vergleicht die Angaben im Profil mit dem, was auf Ihrer Website steht. Weichen Name, Adresse oder Telefonnummer voneinander ab, kostet das Vertrauen, und zwar messbar.
Am stärksten wirkt das Profil, wenn es nicht nur auf die Startseite zeigt, sondern auf eine Seite, die zum Suchanlass passt. Dafür braucht es lokal ausgerichtete Inhalte, siehe Suchmaschinenoptimierung, und eine Seite, die auf dem Handy schnell lädt, siehe Webdesign und Entwicklung. Denn fast jede lokale Suche passiert unterwegs.
Womit Sie anfangen
Wenn Sie diese Woche eine Stunde investieren wollen, dann so:
- Kategorien prüfen und mit den sichtbarsten Wettbewerbern vergleichen.
- Öffnungszeiten samt Feiertagen und Leistungen vollständig hinterlegen.
- Die letzten zehn zufriedenen Kunden persönlich um eine Bewertung bitten.
Das ist mehr wert als jede Maßnahme, die danach kommt. Was wir laufend übernehmen, wenn dafür im Betrieb keine Zeit ist, steht auf der Seite zum Google Business Profil. Und wenn Sie überlegen, ob Sie parallel Anzeigen schalten sollten, hilft der Beitrag zu SEO oder Google Ads.