„Wie komme ich da rein?“ ist inzwischen eine der häufigsten Fragen, die wir hören, wenn jemand seinen Betrieb in einer KI-Antwort nicht wiederfindet, den Wettbewerber aber schon.
Es gibt dafür keinen Schalter und keinen Trick. Es gibt aber nachvollziehbare Gründe, warum ein System ein Unternehmen nennt und ein anderes nicht.
Wie KI-Systeme ihre Quellen auswählen
Eine KI-Antwort entsteht nicht aus einer Rangliste, sondern aus dem, was das System über ein Thema und die beteiligten Unternehmen zusammentragen kann. Drei Dinge entscheiden dabei am meisten.
Erstens: Eindeutigkeit. Das System muss verstehen, wer Sie sind, was Sie anbieten und wo Sie tätig sind. Widersprüchliche Angaben, drei verschiedene Firmierungen und ein Impressum, das etwas anderes sagt als die Startseite, machen aus einem klaren Bild ein unklares.
Zweitens: vollständige Antworten. Inhalte, die eine Frage wirklich zu Ende beantworten, lassen sich zitieren. Eine Seite, die nach zwei Sätzen zum Kontaktformular führt, gibt einem System nichts, worauf es sich berufen könnte.
Drittens: Erwähnungen außerhalb Ihrer Website. Was andere über Sie schreiben, Verzeichnisse, Bewertungen, Fachbeiträge, Presse, wiegt schwerer als das, was Sie über sich selbst sagen. Das ist bei Menschen nicht anders.
Was das für Ihre Website heißt
Die gute Nachricht: Fast alles davon ist dieselbe Arbeit, die auch für klassisches SEO nötig ist. Vier Punkte fallen dabei besonders ins Gewicht.
- Die Antwort steht oben. Beginnen Sie einen Abschnitt mit der Antwort und begründen Sie danach. Das hilft eiligen Lesern und Systemen gleichermaßen.
- Struktur statt Textwüste. Zwischenüberschriften, die eine echte Frage benennen, sind für Maschinen der Zugriff auf den Inhalt.
- Saubere Auszeichnung im Code. Angaben zu Unternehmen, Leistungen und Fragen gehören maschinenlesbar auf die Seite, nicht nur ins sichtbare Layout.
- Technik, die niemanden ausschließt. Was langsam lädt oder erst durch JavaScript entsteht, wird unzuverlässiger erfasst. Warum das bei uns in die Bauweise der Seite eingeflossen ist, steht im Beitrag zu unserer neuen Website.
Die Crawler-Frage
KI-Systeme sammeln ihre Daten mit eigenen Crawlern, etwa GPTBot, Google-Extended oder PerplexityBot. Sie können jedem davon in der robots.txt den Zugriff verweigern.
Das ist eine Abwägung mit zwei ehrlichen Seiten. Wer sperrt, schützt seine Inhalte davor, in Antworten zu erscheinen, ohne dass jemand die Seite besucht. Wer zulässt, akzeptiert genau das und wird dafür überhaupt erst zitierfähig.
Wer über KI-Suche gefunden werden möchte, muss die Crawler zulassen. Beides gleichzeitig geht nicht, und jeder, der Ihnen etwas anderes erzählt, hat die Mechanik nicht verstanden.
Was sich messen lässt, und was nicht
Hier ist Zurückhaltung angebracht. Es gibt keinen Ranking-Bericht für KI-Antworten, und wer Ihnen einen verkauft, verkauft eine Schätzung.
Was wir tatsächlich beobachten:
- Stichproben. Dieselben Fragen regelmäßig in denselben Systemen stellen und festhalten, wer genannt wird.
- Besucher aus KI-Quellen. In der Statistik lassen sich Zugriffe erkennen, die aus KI-Diensten kommen. Die Zahlen sind klein, der Trend ist aussagekräftig.
- Markensuchen. Wenn Ihr Name häufiger direkt gesucht wird, hat jemand vorher von Ihnen gehört, oft in einer Antwort, die Sie nie zu sehen bekommen.
Womit wir anfangen
Die Reihenfolge ist fast immer dieselbe. Zuerst die Grundlagen, denn ohne saubere Technik und ordentliche Inhalte hat kein System etwas, worauf es zugreifen kann. Dann die Eindeutigkeit: Angaben vereinheitlichen, Leistungen benennen, Zuständigkeiten klarmachen. Erst danach die zitierfähigen Inhalte, also Seiten, die eine konkrete Frage vollständig beantworten.
Das ist unspektakuläre Arbeit, die aber trägt. Was wir dabei im Einzelnen tun, steht auf der Seite zu LLM- und KI-SEO.